Im Licht der leichten Frühlingsdepression


Draußen grünt und blüht es sehr.

Keine Angst, ich bin keine (ausgeprägte) Pollenallergikerin, diese G’schicht kommt jetzt nicht! 😉

Aber weil der Frühling seinen Werk vollendet, seinen Kampf mit dem Winter gewonnen hat, zupft mich neben der Freude doch auch ein klein wenig die Melancholie.

Ja, ich weiß, man wird sagen: „Wäh, der kann man aber auch gar nichts recht machen….!“

Ich empfinde Licht aber nicht nur als aufbauend, als gut für den Stoffwechsel und die Nerven (weswegen man bei manchen endogenen Depressionen Lichttherapie verordnet). Helles Licht schärft auch die Kontraste, trennt klar in dunkel und hell, legt schonungslos optische Schwächen offen. Eine stark geschminkte Tivi „fürchtet“ nichts so sehr wie knalliges Sonnen- oder Scheinwerferlicht, sie „liebt“ folgerichtig weiches, diffuses Licht. Nicht umsonst wurde die Sonnenbrille erfunden, um den Glanz und die Helligkeit zu dämpfen, die beide manchmal auch nur aufdringlich sind.

Hellem Licht muss man sich stellen und manchmal darin erkennen: „Du bist nicht schön!“ oder „Du wirst alt!“ Und das bereitet keine Freude.

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Published in: on 12. April 2011 at 09:54  Schreibe einen Kommentar  
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