Schnee, Schnee, Schnee


Ich brauche Schnee! Kein Winter ohne Schnee! Ich liebe Schnee. Wenn es etwas gibt, was mich am klimaveränderten Wetter verzweifeln lässt, so sind es nicht die heißen Sommer sondern die schneearmen Winter. Diese Parodien von einem Winter, diese lauwarmen, letscherten Bankerte, halb Herbst und halb Winter, diese Winter wie der heurige.

Hier in Wien sind Mitte Jänner vereinzelt schon wieder blühende Stäucher zu sehen. In Kitzbühel mussten sie den Schnee zur Präparierung der Hahnenkammabfahrt bis gestern tonnenweise mit Hubschraubern einfliegen. Das finde ich traurig. Ich kann die Frage nach der Ursache, und wer die Schuld zu tragen hat, nicht beantworten. Aber all das spricht zu mir und sagt, dass da etwas nicht stimmt.

Der Wetterbericht lässt gerade Hoffnung aufkommen. Die Temperaturen sollen sich in den nächsten Tagen um den Gefrierpunkt bewegen, und morgen soll es in den Alpen schneien. Auch in Wien? Bitte ja, liebes Wetter, begrabe die Stadt wenigstens für ein paar Stunden unter einer dichten weißen Decke! Lass es schneien, lass die Stadt widerhallen von den Flüchen schneeschaufelnder Hausmeister und dem ständigen Ding-a-Dong-knacksknacks-Sehr-geehrte-Fahrgäste der Störungsansagen der Wiener Linien! Was macht das schon aus? Ich möchte weiße Flocken sehen, am besten ganz feine, die wirbeln wie ein Sandsturm, die Boten einer Kaltfront.

Wenigstens einmal in diesem Winter, in diesem Jahr, bitte!

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Published in: on 23. Januar 2014 at 23:06  Comments (3)  
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3 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Na ja, bei uns ist der Winter erstmal wieder vorbei. Für mich eigentlich nur ein Vorteil, wenn man gefühlsmässig stark vom Wetter abhängig ist, dann verträgt man sowas nicht so lange. Ganz zu schweigen davon, daß das mildere Wetter sofort dazu verführt Röcke, Kleider und dünnere Stumpfhosen zu tragen.An der Waterkant war es jedenfalls schon fast angenehm heute.

  2. Tja, es hat doch Vorteile in Norddeutschland zu wohnen, wir haben genug Schnee. Wenn das Wetter jetzt so bleibt, dann ist es nicht zu viel und nicht zu wenig.

    • Inzwischen hat es auch in Wien ein wenig geschneit, aber zu viel mehr als etwas „Staubzucker“ hat es bisher nicht gereicht. Und es hat Minusgrade, kalt genug, um gestern (Tanja hat ein paar Tage Urlaub) in Jeans statt im Rock (natürlich mit dicker Strumpfhose) Eislaufen zu gehen.


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